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Vitamin B1 - Thiamin

Thiamin ist vor allem für das Nervensystem von einzigartiger Bedeutung. Bereits nach 1 - 2 Wochen Mangelzustand sind die körpereigenen Reserven erschöpft. Beim Menschen ist ein Mangel an Thiamin auch als die Seefahrerkrankheit "BeriBeri" bekannt und generell extrem selten.

Ein Mangel an Thiamin kann aber auch durch eine längere Behandlung mit einem Diuretikum entstehen, welches bei verschiedenen Herzerkrankungen eingesetzt werden muss. Die zusätzliche Gabe von Vitamin B1 kann sowohl die Blutwerte wieder korrigieren als auch die Herzfunktion verbessern (1).

Diabetiker scheinen durch eine vermehrte Ausscheidung von Thiamin ebenfalls ein erhöhtes Risiko zu haben, an einem Thiaminmangel zu erkranken (2).

Thiaminmangel kann folgende Symptome haben:

  • Reizbarkeit, Aggressionen
  • Polyneuropathie (Nervenerkrankung)
  • Muskelatrophie (Rückgang der Bemuskelung)
  • Herzinsuffizienz (Leistungsschwäche des Herzmuskels)
  • Hirnschäden ("Chastek-Paralyse", „Cerebrocortikalnekrose“

1. Shimon I., Almog S., Vered Z., Seligmann H., Shefi M., Peleg E., Rosenthal T., Motro M., Halkin H., Ezra D.: Improved left ventricular function after thiamine supplementation in patients with congestive heart failure receiving long-term furosemide therapy. In: American Journal of Medicine, 1995 May;98(5): S. 485 - 490. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0002934399803490

2. https://www.presseportal.de/pm/61937/1685891