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Augenprobleme bei Hund & Katze

Das Auge bei Hund und Katze kann aus verschiedensten Gründen durch eine Entzündung beeinträchtigt werden. Als aus verschiedenen Strukturen zusammengesetztes Sinnesorgan ist das Auge unserer Haustiere außerordentlich komplex aufgebaut. Je nach der bzw. den betroffenen Strukturen differiert der Name der jeweiligen Krankheit. Diese sind so zahlreich, dass hier im Folgenden nur ein Überblick über die häufigsten entzündlichen Probleme des Auges gegeben werden soll.

I. Hornhaut (Keratitis): eine klassische Hornhautentzündung beim Hund entsteht durch eine bakterielle Infektion nach einer Verletzung. Diese wird einmalig behandelt und heilt problemlos ab. Es gibt jedoch auch viele Formen von Hornhautproblemen, die weder einfach zu erkennen noch zu behandeln sind. Dazu zählen die Keratitis superficialis chronica (KSC, „Schäferhundkeratitis“), die Hornhautdystrophie, Keratitis pigmentosa, die erosive Keratitis („Boxerkeratitis“) sowie die Keratitis eosinophilica.

A. Keratitis superficialis chronica: vor allem beim Schäferhund vorkommende, chronische Hornhautentzündung. Die Krankheit wird durch Autoantikörper (also gegen die eigenen Zellen (hier die Hornhaut) gerichtete Abwehrstoffe) ausgelöst und zählt daher zu den Autoimmunerkrankungen des Hundes. Behandelt wird die Erkrankung durch lokale Immunsuppressiva wie Cortikoide oder Ciclosporin. EPA sollte in doppelter Dosis unterstützend eingesetzt werden, um eine Verbesserung des immunologischen Status zu erreichen.

B. Hornhautdystrophie: eine Hornhauterkrankung die durch Ablagerung von Kristallen (v.a. Triglycerid-Kristalle) gekennzeichnet ist. Die Hornhautdystrophie ist entweder eine Erbkrankheit oder kann sekundär durch erhöhte Blutfette bzw. Calcium-Werte und im Rahmen anderer Hornhautentzündungen auftreten. Da die gebildeten Kristalle nicht aufzulösen sind, muss die Grundursache abgestellt werden. Da EPA sowohl eine lipidsenkende als auch immunmodulatorische Wirkung besitzt, ist ein Einsatz hier besonders sinnvoll.

C. Keratitis pigmentosa: Diese Krankheit ist vor allem eine Erkrankung brachiocephaler (kurzschnauziger) Rassen wie Mops, Bulldogge und Pekinese. Durch permanente Reizungen im Augenbereich oder Störungen des Immunsystems kommt es zu einer Verdickung der Hornhaut mit Einlagerung von Pigmentzellen; dadurch bildet sich ein leicht sichtbarer „Fleck“ (Maculae) in der Hornhaut. Die Therapie besteht in der Behandlung der Grundursache, EPA sollte begleitend zugefüttert werden.

D. Erosive Keratitis: Die „Boxerkeratitis“, tritt nicht nur, aber sehr häufig, beim Boxer auf. Dieser Kunstnahme beschreibt eine mehr oder weniger große Hornhauterosion, welche ohne Therapie nicht abheilt. Die genaue Ursache ist bis heute ungeklärt, man vermutet eine genetische Strukturschwäche am Auge oder eine lokale, schnell verlaufende Entzündungsreaktion. Die Therapie muss häufig chirurgisch erfolgen, abgestorbene Zellen werden entfernt (Debridement) und die Verletzung aufgefrischt. Durch eine Nickhautschürze wird das betroffene Auge geschützt. EPA wird für eine rasche Heilung in ausreichender Menge benötigt.

E. Keratitis eosinophilica: Diese Erkrankung umschreibt eine großflächige Hornhautentzündung, bei der vermehrt eosinophile Granulozyten zu finden sind. Man vermutet eine allergie-ähnliche Reaktion in Folge einer Herpes-Infektion (FHV-1). Die Therapie besteht in einer lokalen Immunsuppressiven Therapie. EPA kann durch natürliche Immunmodulation eine wichtige Hilfe sein.

II. Hornhaut-Bindehautentzündung (Keratokonjunktivitis): Ist nicht nur die Hornhaut, sondern auch die Bindehaut von einer Entzündung betroffen, spricht man von einer Keratokonjunktivitis. Die mit Abstand häufigste Form dieser Erkrankung ist das „trockene Auge“: Keratokonjunktivitis sicca (KCS). Die KCS umschreibt eine ungenügende Tränenproduktion; diese kann angeboren oder - viel häufiger - erworben sein. Diverse Infektionen, Verletzungen, Operationen, Rasseprädispositionen oder Autoimmunerkrankungen können der Auslöser sein. Die Diagnose wird über einen Schirmer-Tränen-Test (STT) gestellt, bei dem die Tränenproduktion des Auges gemessen wird. Die Behandlung besteht aus künstlichem Tränenersatz sowie lokaler Entzündungshemmung da die KCS meist durch lokale Immunreaktionen verkompliziert wird. EPA in hohen Dosen kann hilfreich bei der Abheilung bestehender Entzündungen sein.

III. Ziliarkörper und Iris (Uveitis anterior oder auch Iridozyklitis): Dies beschreibt eine Infektion der Regenbogenhaut. Zu den Auslösern dieser Erkrankungen können neben einwirkenden Traumata auch Virusinfektionen, fortgeleitete Bakterienkolonien, Parasiten, austretendes Linsenmaterial, das eigene Immunsystem und diverse andere Probleme sein. Sowohl Diagnostik als auch Therapie sind schwierig und variieren je nach Auslöser. Immunologische Probleme wie das UDS (Uveo-Dermatologisches-Syndrom, Vogt-Koyanagi-Harada-Syndrom) aber auch überschießende Immunreaktionen bei Infektionserkrankungen sollten begleitend mit EPA in doppelter Dosierung behandelt werden, da auch für die Regeneration viele Omega-3- Fettsäuren benötigt werden.

IV. Linsentrübung (Katarakt): Die auch als grauer Star bezeichnete Trübung der Linse lässt diese trüb bzw. grau aussehen. Für eine Linsentrübung, die meist beidseitig entsteht, gibt es viele Ursachen: Endokrinopathien, vor allem Diabetes mellitus, Folge einer Uveitis oder Hornhauterkrankung, Hypokalzämie, Erbkrankheit. Eine Therapie ist konservativ nicht möglich, nur chirurgisch lassen sich Kunstlinsen einsetzen. Trotzdem muss die Grundursache behoben werden. Omega-3-Fettsäuren (in diesem Fall v.a. DHA), Zeaxanthin und Lutein können den Prozess der Trübung verlangsamen bzw. stoppen.

V. Erhöhter Augeninnendruck (Glaukom): Die auch als grüner Star bezeichnete Erhöhung des Augeninnendrucks entsteht aufgrund der festen „Hülle“ der vorderen Augenkammer (Hornhaut als Begrenzung nach außen, Sklera nach innen). Durch eine Störung des Abflusses des Kammerwassers, welches kontinuierlich produziert wird, steigt der Druck im Auge an. Dadurch schwillt das Auge nach aussen, was als Buphthalmus bezeichnet wird. Man unterscheidet primäre von sekundären Glaukomen. Bei primären Glaukomen handelt es sich um eine angeborene Abflussstörung. Sekundärglaukome entstehen hingegen durch erworbene Erkrankungen: Blutergüsse in der Augenkammer, welche den Abfluss blockieren, Tumore, Linsenluxationen oder Infektionen. Die Diagnose eines Glaukoms erfolgt durch eine Druckmessung des Auges (Tonometrie). Die Therapie umfasst vor allem eine rasche Drucksenkung. Hierfür stehen verschiedene Augentropfen zur Verfügung. Begleitend können zum einen EPA als auch DHA helfen: EPA hilft bei Entzündungen, DHA verbessert die Augengesundheit.